Werk, Werkstatt, Handwerk – Neue Zugänge zum Material der Alten Musik

Werk, Werkstatt, Handwerk – Neue Zugänge zum Material der Alten Musik

Internationales Symposium der Schola Cantorum Basiliensis 18. – 20. November 2010

 

In den letzten Jahren wurden in der historischen Aufführungspraxis verschiedene alte Fragen wieder gestellt und neue aufgeworfen – entweder weil sich im Verlauf einzelner Forschungen und durch Erfahrungen in der Praxis bekannte Themen in neuem Licht darstellten oder weil sich in der Auseinandersetzung mit Nachbar- disziplinen neue Fragestellungen ergaben.

 

„Werk“ und „Handwerk“ sind tradierte Begriffe auch der Alten Musik, die jeder für sich und in ihrem Verhältnis zueinander immer wieder zu prüfen sind. Eine grundlegende Fragestellung ist dabei die Abge- schlossenheit musikalischer Kompositionen, die mit der zunehmenden Differenzierung historischer Auffüh- rungspraktiken und der wachsenden Erkenntnis unterschiedlicher Überlieferungsarten immer häufiger zur Disposition gestellt wird. Der Begriff „Material“ im Untertitel dieses Symposiums wurde im bewussten Zugriff auf ein weites Material-Verständnis in den Kulturwissenschaften gewählt, um eine möglichst grosse Bandbrei- te von Fragen anzuregen, die vom verfügbaren (musikalischen) Material und den Modalitäten seiner Verwen- dung bis hin zur Weitergabe über mediale Hilfsmittel und zum Instrumentarium reichen. Ganz besonders das „Handwerk“ des Musikers und seine Instrumente materieller und immaterieller Art im Übersetzungsprozess vom „Werk“ zum Klang sollen im angekündigten Symposium in den verschiedensten Zusammenhängen be- leuchtet werden.

 

Als ein Ort, an dem im Sinne einer „Werkstatt“ philologische, kulturwissenschaftliche, historische und instrumentenkundliche Forschung, Praxis und Ausbildung ineinandergreifen, möchte die Schola Cantorum Basiliensis diese Fragestellungen in umfassender und innovativer Weise beleuchten und diskutieren.

 

Referenten und Referentinnen: Margaret Bent (Oxford), Felix Diergarten (Basel), Monika Dommann (Basel), Thomas Drescher (Basel), Michael Fend (London), Lorenzo Ghielmi (Basel/Mailand), Martina Grempler (Wien), Kenneth Ha- milton (Birmingham), Anselm Hartinger (Basel), Michael Latcham (Den Haag), Angela R. Mace (Durham), Pedro Memelsdorff (Bologna), Johannes Menke (Basel), Davitt Moroney (Berkeley), Lothar Schmidt (Marburg), Thomas Steiner (Basel), Richard Wistreich (Manchester)