Department of Music

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Methoden der Erforschung populärer Musik
Bremen, May 2000


International Association for the Study of Popular Music (IASPM)
Sektion deutschsprachige Länder
(German speaking branch)

Call for Papers
und Einladung

zum Arbeitstreffen

"Methoden der Erforschung populärer Musik"
5. und 6. Mai 2000

Gästehaus der Universität Bremen
Teerhof 58, 28199 Bremen
Tel: 0421-598520


Forschungen und Lehre ...
... zu populärer Musik haben im deutschsprachigen Raum seit etwa 20 Jahren
einen vergleichsweise marginalen nichtsdestotrotz respektablen Stellenwert
erlangt. Dabei sind die Ansätze so vielfältig wie die Disziplinen, mittels
derer man sich ihr zuwendet:

* Musikwissenschaft
* Pädagogik
* Soziologie
* Psychologie
* Kommunikationswissenschaften
* Gender Studies
* Politikwissenschaften
* Betriebswirtschaftslehre
* Kulturtheorie
* Kulturgeographie
* Ethnologie 
etc. pp. Quer dazu variieren und berühren sich methodische Zugangsweisen.
Gehen die einen eher empirisch oder ethnographisch vor, so präferieren
andere diskursive Rekonstruktionen kultureller Texte und Kontexte. Dies
beeinträchtigt das wechselseitige Verständnis zwischen den angesprochenen
Zugangsweisen und den beteiligten Institutionen: Begriffe und Intentionen
bleiben unscharf.

Es scheint uns an der Zeit, ... 
... einmal genauer zu fragen, welche Methoden der Erforschung populärer
Musik heutzutage im deutschsprachigen Raum warum angewendet werden und zu
welchen Ergebnissen sie in bezug auf den komplexen Gegenstand der Formen
populärer Musik führen. Wir wollen einige Selbstverständlichkeiten
hinterfragen, die unsere Forschungsarbeit vielleicht unausgesprochen
bestimmen; akademisch ausgedrückt: eine Metareflexion unseres methodischen
Vorgehens versuchen. Auch der Begriff "Methode"  soll im Verlauf des
Arbeitstreffens selbst einer Präzisierung unterzogen werden.

Die vorgesehenen Referate ... 
... dienen deshalb nicht in erster Linie der "nüchternen" Präsentation von
Forschungsergebnissen. Sie sollen vielmehr ein Ausgangspunkt sein für eine
lebendigen Diskussion über Methoden der Erforschung populärer Musik.

Bei diesem Arbeitstreffen ...
... handelt es sich um eine "no-budget-Tagung", d.h. die Universität
stellt uns den Tagungsort und die Infrastruktur für die Organisation zur
Verfügung. Alle Teilnehmenden müssen jedoch selbst für Anreise und
Übernachtung aufkommen. Die Jugendherberge ist zu Fuß erreichbar, Hotels
oder private Unterkünfte können ggf. vermittelt werden (das Gästehaus
selbst steht leider nicht für Kurzaufenthalte zur Verfügung).

Als Themenschwerpunkte ... 
... schlagen wir vor (dies kann nach Sichtung der vorgeschlagenen Beiträge
ggf. verändert werden):

A	Populäre Musik & Pädagogik 
	(Chair: Günter Kleinen)
B	Populäre Musik & Markt 
	(Chair: Susanne Binas)
C	Populäre Musik & Cultural Studies
	(Chair: Jan Hemming)
D	Populäre Musik & Ethnographie 	
	(Chair: Beatrice Tobler)

Für die Präsentation ...
... der Beiträge stehen 20-25 Minuten zur Verfügung, damit genügend Zeit
bleibt für unmittelbare Nachfragen, v.a. aber für übergreifende
Diskussionen im moderierten Plenum, das sich an die jeweiligen
Themenschwerpunkte anschließt. Die Referierenden werden gebeten, ihre
Vorträge zum Arbeitstreffen so aufzubereiten, dass sie ggf. vor Ort
fotokopiert und ausgetauscht werden können. Bei Interesse kann das Thema
auf einer längeren Folgetagung vertieft werden und in eine Publikation
münden.

Das Arbeitstreffen ist offen ...
... für alle Interessierten auch außerhalb der deutschsprachigen Branche
der IASPM.

Wenn Sie einen Beitrag ...

... vorbereiten möchten, dann teilen Sie uns dies bitte mit bis spätestens
zum 1. April 2000.
Im Anschluss daran, erhalten Sie das konkrete Programm des
Arbeitstreffens. Im Internet wird es an folgender Stelle zu finden sein:
http://www.iaspm.net/rpm/Methoden.html


Anmeldeschluss ... 
... für das Arbeitstreffen ist der 15. April 2000.

Vorläufige Programmstruktur
Fr 5. Mai 2000
ab 9 Uhr  Kaffee
9:30  Begrüßung, evtl. Eröffnungsreferat
"Methoden der Erforschung
populärer Musik"
Themenschwerpunkt A
10:00 - 10:30  Paper 1
10:30 - 11:00  Paper 2
11:00 - 11:30  Paper 3
11:30 - 12:30  Plenumsdiskussion A
12:30 - 13:30  Mittagspause
Themenschwerpunkt B
13:30 - 15:00  Paper 1 -3
15:00 - 16:00  Plenumsdiskussion B
16:00 - 16:30  Kaffeepause
Themenschwerpunkt C
16:30 - 18:00  Paper 1 - 3
18:00 - 19:00  Plenumsdiskussion C
ab 20 Uhr  Konzert,
evtl. im Bluesclub "Meisenfrei", später vielleicht auch andere Clubs
Sa 6. Mai 2000
ab 9 Uhr  Kaffee
Themenschwerpunkt D
10:00 - 11:30  Paper 1 - 3
11:30 - 12:30  Plenumsdiskussion D
12:30 - 13:30  Mittagspause
13:30 - 15:00  Abschlussdiskussion
Perspektiven künftiger Zusammenarbeit  -Methodische und institutionelle 
Herausforderungen an die Forschungen/Lehre zur Populären Musik
15:00 - 16:00  Mitgliederversammlung der deutschsprachigen Sektion der 
IASPM

Wenn Sie Fragen haben ... 
... zu diesem Arbeitstreffen - etwa ob ein Thema in den Programmkontext
passt - rufen Sie an bei einem der drei Mitglieder des Programmkomitees -
oder schicken Sie ein Fax oder eine E-Mail:

Dr. Susanne Binas
Forschungszentrum populäre Musik
Humboldt Universität zu Berlin
Tel.: +49(0)30-2093 2742
Fax:  +49(0)30-2093 2062
E-Mail: susanne.binas@rz.hu-berlin.de

Jan Hemming
Universität Bremen, FB 9 (Musik)
Tel.: +49(0)421-218 9024
Fax:  +49(0)421-218 7410
Email: jan.hemming@uni-bremen.de

Beatrice Tobler
Museum für Kommunikation, Bern
Tel: +41(0)61-2671242
Fax: +41(0)61-2671244
E-Mail: b.tobler@mfk.ch

Zum Arbeitstreffen ...
... wurde an der Universität Bremen die Mailingliste "Poplist"
eingerichtet.  Sie soll zum Austausch über die wissenschaftliche
Beschäftigung mit populärer Musik im deutschsprachigen Raum beitragen. In
diesen Verteiler werden die Email-Adressen aller Referierenden
aufgenommen. Vielleicht ist schon im Vorfeld eine inhaltliche und
organisatorische Verständigung möglich. Die Liste ist auch für alle
sonstigen Interessierten offen.  Bitte schicken sie ggf. eine Email an
folgende Adresse:
	Majordomo@majordomo.zfn.uni-bremen.de
Die Betreffzeile lassen Sie bitte frei. Als Text schreiben Sie nur: "subscribe 
poplist".